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HP mit großen Zielen

3D-Druck erobert die Industrieproduktion

Wir werden in nicht allzu ferner Zukunft Produktionskapazitäten mit einem Knopfdruck von einem Teil der Welt in einem anderen verschieben können“, schwärmt John Dulchinos von Jabil, einem Fertigungsdienstleister aus St. Petersburg in Florida.
Die Rede ist von 3D-Druckern. Der Drucker-Hersteller HP hat sich das Ziel gesetzt, den Billionenmarkt Industrieproduktion aufzumischen. Die größte Branche der Welt soll mit neuen 3D-Druckern des Riesenkonzerns umgekrempelt werden.   

Begonnen hat die Geschichte des 3D-Drucks vor 20 Jahren, doch nun steht die Technik kurz vor dem Durchbruch in die Massenproduktion. Noch wird der Markt von kleinen Start-ups dominiert, weshalb die Industrieriesen GE und HP Milliarden von Dollar investieren.

Die Kunden wollen immer schneller in den Markt und gleichzeitig Kosten senken“, so Dulchinos. Genau aus diesem Grund freut er sich darüber, dass neue HP-Drucker dieses Ziel näherbringen. „Kein Sektor der globalen Wirtschaft unterzieht sich einer derart radikalen Transformation wie der der zwölf Billionen Dollar großen Produktionsindustrie“, ist sich der HP-Chef Weisler sicher. Allerdings betont er auch, dass dieses Industriewerkzeug noch „unbekanntes Gewässer“ und der Markt noch zu jung für genauere Analysen sei. 
 
Die traditionelle Massenfertigung braucht im Normalfall einige Wochen oder sogar Monate, bis der Prototyp soweit ist, um mit der Produktion zu beginnen. HP setzt sich zum Ziel, diesen Vorgang in Tagen oder wenigen Wochen hinzubekommen. Problem hierbei: die Fachkräfte fehlen. Neue 3D-Inudstriedruck-Designer sind gefragt, denn der 3D-Druck ist mehr als nur ein Plastikteil, das neu gespritzt wird. „Früher wurde so designt, dass ein Teil in Plastik gespritzt werden konnte. 3D-Druck ermöglicht ganz andere Formen, oft leichter und stabiler“, ergänzt Weisler.